Geschichte
SIR MOUNT H wurde nach einem uralten Verfahren mit geheimer Rezeptur zuerst in einer Küche und dann in einer Garage auf dem Gelände der Appenzeller Brauerei entwickelt und veredelt. Erfunden haben es ein ETH-Forscher und eine Biologin, die etwas Gutes, Gesundes und gleichzeitig Interessantes schaffen wollten.
Ihre Geschichte beginnt schon im Jahr 2006. Molekularbiologe und ETH-Forscher Knud Nairz, der damals die lebensverlängernde Wirkung bestimmter natürlicher Pflanzenextrakte untersucht, stösst im Rahmen des ETH-Wettbewerbs ‹Venture 2006› auf Tofu-Molke als mögliches Basisprodukt für ein alkoholfreies, gesundheitsförderndes Getränk: “Ich forschte damals eigentlich in eine andere Richtung, aber dann habe ich Leute aus einer Tofurei getroffen, die ebenfalls bei ‹Venture› mitmachten.”, so Knud Nairz später. Die weitere Forschung und Umsetzung erfolgt gemeinsam mit seiner Frau – ebenfalls Biologin – Ursula Schiefthaler-Nairz zuerst zu Hause, in der Küche.
Später finden sie einen perfekten Partner in der für ihre Innovationen bekannten Appenzeller Brauerei Locher AG. Dort bauen sie in einer ehemaligen Garage ihre Apparate und Gefässe auf, entwickeln das Produkt weiter und veredeln es. Das künftige Unternehmen planen sie 2006/2007 im Ausbildungsmodul venture challenge von venture lab.
Im Dezember 2007 präsentieren sie ihre Idee vor einer Experten-Jury von venture kick. venture kick ist eine Initiative privater Geldgeber, die gute unternehmerische Ideen fördern möchten. Die Präsentation wird mit 10’000 Franken belohnt, die in die Gründung der Firma und die Produktentwicklung fliessen. Dabei lernen die beiden Biologen auch den Physiker Peter Metzinger kennen, einen der Jury-Experten für Marketing und Kommunikation. Mit ihm zusammen wird nun, neben dem Produkt, auch an dessen Positionierung, Vermarktung und Kommunikation gearbeitet.
Im November 2008 wird die Firma durch alle vier Beteiligten gegründet. Immer noch ist vieles unklar. Ein Name muss gefunden werden, es braucht eine Abfüllanlage, Corporate- und Etiketten-Design und vieles mehr. Erste Tests im Bekanntenkreis werden gemacht und ausgewertet. Die Ergebnisse fliessen ein in die Produkt-Weiterentwicklung, aber auch in die Namensfindung und Markenpositionierung. Und alles nebenbei, quasi ehrenamtlich. Es vergeht deshalb nochmals ein Jahr, bis die ersten 9’000 Flaschen produziert und abgefüllt werden. Seit November 2009 ist das “Labor in der Küche” (und dann in der Garage) nun definitiv Geschichte. Endlich kann der “Jungbrunnen in der Flasche” nun gekauft und konsumiert werden. Es wurde Zeit, denn mit jedem Jahr werden wir älter. Aber das ist ja nun nicht mehr so wichtig.



